Photovoltaik - Brixen auf dem Weg zur Solarstadt
Bereits 2002 wurde in Brixen ein Zeichen hinsichtlich des Einsatzes von Technologien zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Rohstoffen gesetzt. Anläßlich der 1.100 Jahr-Feier der Stadt Brixen wurde an der Landzunge am Zusammenfluss von Eisack und Rienz eine eindrucksvolle Stahlkonstruktion in Form eines Torbogens, die mit einer transparenten Photovoltaikanlage und einem Windrad versehen ist und den Übergang vom Zeitalter der fossilen Energieträger zu jenem der erneuerbaren umweltfreundlichen Energie versinnbildlichen will, errichtet.
Klares Bekenntnis zum Klimaschutz
Die Gemeinde Brixen hat in Ihrem im Leitbild ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz und zur erneuerbaren Energie als Baustein der zukünftigen Energieversorgung verankert. Brixen hat dank seiner günstigen geografischen Lage und der Sonneneinstrahlung optimale Voraussetzungen, um Solarenergie auf vielfältige Weise zu nutzen. In Zusammenarbeit mit zwei kompetenten und erfahrenen Partnern wie der Stadtwerke Brixen AG und dem Institut für Erneuerbare Energie der Eurac soll Solartechnologie in einem interdisziplinären Ansatz in den Bereichen Forschung, Ausbildung, Stadtplanung und öffentliche Verwaltung genutzt und gefördert werden. Ein Grundsatzpapier mit 10 Thesen zur Solarstadt Brixen wird die Weichen hierfür stellen.
10 Thesen für die Solarstadt Brixen
In 10 Thesen wird die Solarenergie als Baustein der zukünftigen Energieversorgung verankert. Dazu gehört der schrittweise Ausbau der direkten und indirekten Nutzung von Solarenergie im Einklang mit der historischen Bausubstanz bzw. als Standard für eine weitgehende Energie-Eigenversorgung für neue Gebäude. Auch die Ansiedlung und Förderung von wirtschaftlichen und unternehmerischen Tätigkeiten sowie die Aus- und Weiterbildung und Realisierung von Entwicklungs- und Demonstrationsanlagen in diesem Bereich werden festgehalten. Ein interdisziplinäres Projektteam wird sich um die Planung und Umsetzung der einzelnen Maßnahmen, die sich weitgehend eigenfinanzieren sollen, kümmern. Unter anderem haben bereits Gespräche mit der Autonomen Provinz Bozen - Südtirol, Ressort für Innovation und Bildung, aber auch mit Privatinvestoren stattgefunden, die großes Interesse an der Unterstützung des Projekts bekundet haben.
Es wurden bereits einige wichtige Akzente im Bereich der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern gesetzt. Mit den derzeit bestehenden Anlagen können insgesamt 40 Tonnen CO2/Jahr eingespart werden. Nun will man gemeinsam mit der Gemeinde und der Europäischen Akademie auf diesem Weg weitergehen, um Brixen als erste Stadt der Region mit dem Prädikat „Solarstadt“ auszuzeichnen.